Archiv für den ‘USA’ Tag

Pakistans Präsident verlangt Respektierung der Grenzen

Nach Schussgefechten an der afghanisch-pakistanischen Grenze zwischen US-Soldaten und pakistanischen Truppen, mahnt der Pakistanische Präsident Asif Ali Zardari vor weiteren militäraktionen innerhalb Pakistans.

In einer Rede innerhalb einer Vollversammlung der UN wörtlich verlautbaren lassen, dass

sein Territorium „durch unsere Freunde verletzt“ werde

Quelle: tagesschau.de

Die Gefechte wurden ausgelöst, nachdem US-Hubscharuaber den Luftraum Pakistans verletzt hatten. Was bewegete die amerikaner dazu den pakistanischen Luftraum zu verletzen und Angriffe zu provozieren?

Die freie Zeitung „Hintergrund“  bercihtete bereits vor einiger Zeit, dass Pakistan ein mögliches nächstes Ziel der USA wäre.

Den vollen Artikel dazu findet man auf hintergrund.de

Medwedew sucht Dialog mit den USA

Trotz den gegenwärtigen Kontroversen hält der russische Präsident Dmitri Medwedew einen konstruktiven Dialog mit den USA für möglich.

Obwohl beide Staaten in einigen internationalen Angelegenheiten prinzipielle Differenzen haben, gebe es noch Möglichkeiten für einen dauerhaften konstruktiven Dialog, sagte Medwedew am Donnerstag bei einem Treffen mit ausländischen Botschaftern im Kreml.

Die Beziehungen mit den USA, die „für die allgemeine Atmosphäre in der Welt in Vielem maßgebend sind“, bezeichnete er als eine der Prioritäten der russischen Außenpolitik. In der Geschichte der russisch-amerikanischen Beziehungen habe es viele Spannungen gegeben, sagte Medwedew. Doch immer hatten der gesunde Menschenverstand, Pragmatismus und die gegenseitige Respektierung der Interessen die Oberhand.

Beide Staaten haben ein beträchtliches Potenzial, um ihre Zusammenarbeit im politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereich weiter auszubauen und sollten es vermeiden, die Stereotypen der Vergangenheit wiederzubeleben, sagte Medwedew.

Quelle: RIA Novosti

Wollen wir hoffen, dass beide Parteien eine Lösung für die aktuellen Spannungen finden – Ich persönlich bin nicht gerade scharf auf einen Kalten Krieg.

Eu entsendet Beobachter nach Georgien und NATO weiterhin auf Konfrontationskurs

Die EU-Konferenz  in Brüssel hatte beschlossen 200 neutrale EU-Beobachter nach georgien zu schicken, um die Lage dort besser analysieren zu können. Jaap de Hoop Scheffer, dem NATO-Generalsekretär, dagegen scheint dies nicht aggresiv genug zu sein, wie dw-world.de berichtet.

Ich frage mich was oder wen Herr Hoop Scheffer und die NATO antreibt ständig auf Kollisionskurs mit Russland zu gehen. Wer zieht einen Nutzen aus einem 2. Kalten Krieg?

Spielen wir mal die folgen Schritt für Schritt durch. Sollte die Situation eskalieren würden jegliche diplomatischen Beziehungen der NATO-Länder mit Russland abgebrochen werden. Das würde bedeuten, dass Russland einen riesigen Absatzmarkt für seine Rohstoffe verlieren würde. Gleichzeitig wären Länder, wie Deutschland und Frankreich, welche vorher einen Großteil der Energie aus Russland bezogen hätten ein Problem. Sie müssten nun auf Energielieferanten aus Nahost zurückgreifen, was das erreichen von Peak Oil für den, dann enstehenden, „Westblock“, welcher ja keine Energie mehr aus Russland erwarten könnte, beschleunigen würde. Ergo würde das Öl sich weiter und vor allem schneller verteuern. Das würde die amerikansiche Wirtschaft in ein noch größeres Chaos stürzen als das, auf welches sie gerade schon zusteuert.

Ein Kalter Krieg kann also nicht im Interesse der USA, oder dem Rest des NATO-Bündnisses liegen.  Warum, aber dann der Konfrontationskurs? Mir persönlich fällt nur das Provozieren eines durchaus „heißen“ Krieges als alternativer Grund dafür ein. Die Vergangenheit hatte bewiesen, dass die Amerikanische Wirtschaft sehr von geführten Kriegen profitiert. Ob ich damit richtig liege kann ich Beileibe nicht sagen, es ist nur eine von vielen Möglichkeiten.

Wer mich in dieser Hinsicht etwas erhellen kann, möge einen Kommentar hinterlassen.

Indiz für amerikanische Intervention in Georgien

Nach Angaben von Russlands Premier Wladimir Putin haben sich US-Amerikaner unerlaubterweise im georgisch-ossetischen Konfliktraum aufgehalten.

Wie Putin in einem Interview für die französische Tageszeitung „Le Figaro“ erklärte, gibt es dokumentarische Beweise dafür.

Nach Aussage des russischen Premiers waren US-Amerikaner in der Pufferzone, in der laut früheren internationalen Abkommen sich nur drei Kategorien von Personen aufhalten durften: Ortsbewohner, Friedenssoldaten und OSZE-Beobachter.

Quelle: RIA Novosti

Ich würde die Beweise doch zu gern sehen. Russland sollte die Beweise, falls sie existieren publik machen, damit die USA gezwungen wären ein Statemnt dazu abzugeben. Ich bin gespannt wie die USA sich dort aus der Affäre ziehen wollen.

Zuvor wurden schon während des Kurzkrieges zwischen Georgien und den Russland unter den Toten Soldaten afroamerikanischer Herkunft gefunden.

Fjodor Lukjanow über eine neue Weltordnung

Fjodor Lukjanow der Chefredakteur von „Russland in der globalen Politik“ gab RIA Novosti ein Interview zu den momentanen politischen Spannungen zwischen den USA und Russland und der neuen Weltordnung, welche seiner Meinung nach daraus entstehen würde.

Dabei bringt er die aktuelle Situation gekonnt auf den Punkt und beschreibt deren mögliche Folgen.

Die Beziehungen zwischen Russland und Amerika befinden sich in der tiefsten Krise seit Ende des Kalten Krieges. Die strategische Expansion der USA und die Aufzehrung des geopolitischen Erbes der Sowjetunion haben eine Grenze erreicht, hinter die Russland nicht zurückweichen will, da ein Rückzug seiner Meinung nach eine Bedrohung für dessen künftige Existenz darstelle.

Er beschreibt auch sehr deutlich ein Phänomen, welches wohl jeder Politiker bereits bemerkt, aber nicht auszusprechen gewagt hatte.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht an die Möglichkeit von strategischen Beziehungen zwischen wem auch immer in der nächsten Zukunft. Wir leben in einem Zeitalter von unstabilen und mürben Allianzen. Das ist eine wirklich multipolare Welt und ein Wettbewerb mit vielen Faktoren.

Das vollständige Interview findet sich auf RIA Novosti.

Sarah Palin: USA müssen Krieg mit Russland führen

Gut ich gebe zu: der Titel ist provokant, doch das war die Aussage von Palin ebenfalls:

When Gibson said if under the NATO treaty, the United States would have to go to war if Russia again invaded Georgia, Palin responded: „Perhaps so. I mean, that is the agreement when you are a NATO ally, is if another country is attacked, you’re going to be expected to be called upon and help.
„And we’ve got to keep an eye on Russia. For Russia to have exerted such pressure in terms of invading a smaller democratic country, unprovoked, is unacceptable,“ she told Gibson.

Quelle: huffingtonpost.com

Russland habe also laut Palin grundlos Georgien angegriffen. Vergisst sie dabei nicht die vorhergehenden georgischen Attacken auf mehrere Tausend russische Staatsbürger und Friedenssoldaten in Südossetien?

Anscheinend scheint Russland der neue ausgemachte Schurkenstaat im US-Establishment zu sein. Da Barrack Obamas Berater Brezsinski ja seit jeher ein erklärter Feind Russlands ist wie in seinem Buch „The grand Chessboard“ nachzulesen ist, hat somit auch die Alternativregierung McCain/Palin klare Absichten gegen Russland vorzugehen.

Ich bin gespannt wie sich das ganze auf McCains Wahlkampfzahlen auswirkt.

Stationierung der Raketenabwehr in Polen sicher

Der Spiegel berichtet, dass die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice am heutigen Mittwoch den Vertrag über die Stationierung von Raketenabwehrstellungen in Polen unterzeichnet hat.

Sinn und zweck dieser Racketen wird vom Spiegel wie folgt beschrieben:

Damit sollen Geschosse abgefangen werden, die nahöstliche Schurkenstaaten in Richtung USA feuern

Allerdings erwähnt der Spiegel auch, dass diese Aussage nur von Washington übernommen wurde und erwähnt sogar Wahrheitsgemäß, allerdings nur in einem Satz, die bedenken Moskaus.

Quelle: Spiegel.de

Ich werfe dem Spiegel jetzt einfach mal keine Absicht vor, dass Moskaus bedenken gerade mal einen Satz bekommen haben und Russland den ganzen Artikel lang nur als böser Imperialist dargestellt wird.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle eine Sicht der Dinge bieten, welche dem normalen Mainstream-Medienkonsumenten nicht so geläufig ist.

Die Welt besteht nicht nur aus Schwarz und Weiß. Ergo ist Russland genauso wenig ein herzensguter Staat, welchem nur am Wohl der ganzen Welt liegt, wie Amerika ein erzböser Imperialist ist, der unaufhaltsam ein land nach dem anderen kolonialisiert. Die tatsächliche Stellung der beiden Länder liegt irgendwo in einer von den unzähligen facceten dazwischen.

Russland hat das Recht seine Interessen und seine Bevölkerung zu schützen, weswegen es diese Raketenabwehrstation in Polen auch als Bedrohung ansehen darf. Folgendes Szenario: Die USA provozieren einen Krieg mit Russland. Russland muss um strategisch gesehen einen Sieg erringen zu können einen Präventivschlag starten, dieser wird allerdings durch die Abwehrstationen abgefangen. Die USA könnten daraufhin eine Antwort in Form von Atombomben und ähnlichem schicken und Russland damit so sehr schwächen, dass in Absehbarer zeit kein Angriff mehr stattfinden kann.

Anderes Szenario: Die USA erklären Russland den Krieg und starten einen Präventivschlag. Russland muss sich ohnmächtig zusehend zerbomben lassen, da die Abwehrstationen in Polen eine Antwort verhindern. Bis Russland also auch nur 1 Mal einen Angriff starten könnte, hätte die USA Zeit um bereits 2 Angriffe zu fahren.

Ich hoffe diese Szenarien haben verdeutlicht, dass Russland nicht gegen diese Raketenanlagen ist um sich als bitterböser „Schurkenstaat“ aufzuspielen, sondern nur um die eigene nationale Sicherheit zu gewährleisten.

NATO-Sondertreffen zur Unterstützung Georgiens

Wie RIA Novosti meldet, treffen die NATO-Außenminister heute in einem Treffen zusammen, bei dem auch Georgien teilnimmt, um über die Situation im Kaukasus zu sprechen. Das Falkenlager in der NATO, zu dem unter anderem Condoleezza Rice gehört, verfolgt eine stetige Politik der Ausgrenzung Russlands, was mit diesem Treffen wohl noch verstärkt werden soll.

Kurt Volker, der amerikanische NATO-Botschafter ließ durchblicken, dass

„dass die Nato die Kooperation mit Russland einengen könne.“

Wegen den stark zunehmenden Einfluss der Falken in der NATO ist davon auszugehen, dass Sanktionen gegen Russland verhängt werden, was weitreichende Folgen hätte. Da Russland nicht der Aggressor des Kaukasus-Krieges ist, wäre solche Sanktionen ungerechtfertigt und würden von Russland mit Sicherheit nicht akzeptiert werden.

Diese Sondersitzung stellt eine weitere Provokation Russlands durch die USA dar, da eine NATO-Russland-Sondersitzung zuvor von den USA vereitelt wurde. Wenn die USA und ihre Vasallenstaaten ihren Kurs demnächst nicht ändern, schlittern wir mitten auf einen 2. Kalten Krieg oder schlimmeres zu.

Quelle: RIA Novosti

Merkel besucht Tiflis

Wie die Nachrichtenagentur ddp Meldet reist Bundeskanzlerin merkel heute nach Tiflis um über eine Lösung des Kaukasus-Konflikts zu sprechen (1) .

Kommentar: Mich verwundert es, dass alle Staatschefs eine politische Lösung suchen, indem sie sich mit dem Aggressor zusammensetzen. Beim Irak-Krieg hat auch keiner eine diplomatische Lösung mit dem vermeintlichen Aggressor Hussein gesucht. Der Unterschied ist, dass das Hussein Regime im Gegensatz zum Saakashvili-Regime keine von den USA unterstütze Regierung ist.

Frau Merkel sollte sich allerdings überlegen ob sie ihre Loyalität wirklich blind den USA schenken sollte. Der Kalte Krieg ist zwar längst vorbei, aber das Schwarz-Weiß-Denken scheint noch nicht aus den Köpfen verschwunden. Es gibt einfach kein „gutes“ USA und ein „böses“ Russland mehr. Wie der russische Politiker Jewgeni Fjodorow sagte

„[...] soll Moskau engere Beziehungen zur Europäischen Union (EU) herstellen und gemeinsam gegen die Entfachung von Konflikten auf dem Kontinent ankämpfen.“

Anschließend fuhr er fort:

„Wir sind uns darüber im Klaren, dass das Regime Saakaschwilis in Georgien genau so wie das ukrainische und einige andere Regime direkt von den Amerikanern aufgepäppelt wurden. Das sind deren politische Projekte“

Er vermutet, dass als nächstes die Ukraine im Auftrag der USA Russland provozieren sollen (2).

Desweiteren würde ein Krieg gegen Russland, oder zumindest ein „Friedenseinsatz“ deutscher Truppen in Georgien vieles ins Arge stürzen. Zum einen würde es der Wählerschafft von Merkel nicht wirklich gut tun, da laut neuesten Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Emnid nur 37 % der deutschen für eine deutsche Beteiligung am Kaukasus-Konflikt sind (3) . Ein weiteres Problem ist, dass Deutschlands Energieversorgung durchaus von Russland gestört werden könnte, sollte Deutschland sich offen am Krieg beteiligen.

Quellen: (1) ddp, (2) RIA Novosti,  (3) ddp

Chavez beschuldigt USA des Kaukasus-Krieges

Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur RIA Novosti verurteilt Chavez die USA als den Urheber des Krieges zwischen Russland und Georgien. Wörtlich sagte Chavez:

„Die US-Regierung, der die georgische Führung unterstellt ist, ist für die Eskalation im Kaukasus verantwortlich“

Ich vermute zwar, dass Chavez sich nur dazu äußert, weil er persönlich einen, berechtigten, Groll gegen die USA hegt, aber damit hat er trotzdem nicht Unrecht. Es ist jedem, der sich mit der Weltpolitik beschäftigt ersichtlich, dass der USA und damit ihren Verbündeten der NATO und der EU daran gelegen ist Russland in die enge zu treiben; Angefangen bei Raketenabwehrsystemen bis hin zu (geplanter) NATO und EU Mitgliedschaft der benachbarten Länder. Zu dem Thema verweise ich auf einen informativen Artikel des Spiegelfechter-Magazins (Katerstimmung bei der NATO).

Ich bezweifel desweiteren, dass diese Stellungnahme auch nur bei einer großen Nachrichtensendung, oder Zeitung erwähnt wird, da Chavez zur von den USA propagierten Achse des Bösen gehört.

Quelle: RIA Novosti

UPDATE

Nun äußerte sich auch Ex-Bundeskanzler Schröder ähnlich wie schon zuvor Chavez. Er vermied es zwar die USA als den Schuldigen zu erwähnen, sagte aber offen, dass er Georgiens Einmarsch in Südossetien als den Auslöser des Krieges sieht. Dies ist sofern wichtig, da in den deutschen Medien bis heute Russland als Hauptschuldiger des Krieges suggeriert wird.

Die komplette Meldung gibt es auf RIA Novosti.